Im Lokalen Netz (LAN) stößt damit das DNS an seine Grenzen, da man ausführlichere Informationen benötigt. Der Ausweg sind Intranet Directory Services:
- NIS - das Network Information System von Sun Microsystems, lange Zeit auch in Anlehnung an die Telefonbücher YP - yellow pages - genannt
- NIS+ - eine Erweiterung von NIS in Bezug auf hierarchische Strukturen auch im Intranet und Verschlüsselung
- LDAP - Lightweight Directory Access Protocol
Während NIS und NIS+ lange Zeit nur auf Computern zur Verfügung standen, auf denen Solaris als Betriebssystem gelaufen ist - erst in den letzten 5-7 Jahren sind stabile NIS und NIS+ Clients auch unter Linux entstanden - ist LDAP ein RFC konformes System, das herstellerübergreifend zum Einsatz gekommen ist.
Heutzutage wird man in einem neuen Intranet daher von vorne herein LDAP als internen Directory Service einsetzen.
Das LDAP ist eine abgespeckte Form des DAP (data access protocol) das bei Großrechnern lange Zeit im Einsatz war.
LDAP legt wie bei einer richtigen Datenbank, in einem Datenbank-Schema fest, welche Information nach Art, Inhalt und weiterer Verschachtelung welchem Schlüssel zuzuordnen ist. Auf Basis dieses Schemas wird dann eine Datenbank aufgebaut, die im Gegensatz zu SQL Datenbanken dahingehend optimiert ist, dass Einfügungen und Änderungen sehr selten - und damit auch langsam -, dagegen aber Abfragen sehr oft und damit schnell erfolgen.