Spurensuche
Die Folge hieraus ist, dass die Einträge im Syslog zum Teil nicht mehr einzeln, als singulären Hinweis darauf, was schief läuft gesehen werden können, sondern dass viele Einträge in den Logs erst das Gesamtbild eines Fehlerzustandes ergeben. Sie sind im Zusammenhang zu sehen und zu interpretieren. Effizient die Meldungen aus einem ganzen Netzwerk interpretieren zu können, setzt voraus, sie alle zentral zu sammeln. Die meisten Rechner, Router, Switches und sonstige Elemente in den Netzwerken unterstützen uns dabei. Sie bieten die Möglichkeit an, das Syslog nicht lokal, sondern auf einem anderen Rechner im Netzwerk abzulegen, dem Syslog-Server. Damit das funktioniert, läuft auf dem Syslog-Server ein Programm, das alle Meldungen aus dem Netzwerk entgegen nimmt, sie vorsortiert und in unterschiedlichen Dateien, sortiert nach dem Datum, ablegt. Das Programm sorgt darüber hinaus dafür, dass diese Dateien nicht zu groß werden und archiviert sie daher turnusmäßig.
Auf dem Syslog-Server läuft jedoch noch ein weiteres Programm, das diese Dateien auswertet und mit einer Datenbank vergleicht. Bekannte unwichtige Meldungen werden direkt aussortiert, der Rest weiter sortiert, bewertet und in einen Zusammenhang gebracht. Daraus ergeben sich dann die Ursachen für das beobachtete Fehlverhalten,die der Syslog-Server dann dem Netzwerk-Administrator weitermelden kann. Die Fehlermeldungen die nicht zugeordnet werden können sammelt der Syslog-Server und speichert sie ab. Es ergibt sich eine Datensammlung, auf Basis derer die Know-How Datenbank des Syslog-Servers später einmal erweitert werden kann. Gegebenenfalls können ja Zusammenhänge mit ganz anderen Daten hergestellt werden, nämlich mit denen, die gesammelt werden, um Fehlerzuständen vorzubeugen.